Keine Frage: Es gibt kein Design, ohne eine emotionale Wirkung. Wie diese Emotion aussieht und wie intensiv diese stattfindet, lässt sich durch gute Gestaltung realisieren. 

EMOTIONALES DESIGN

Manchmal sind wir fasziniert, neugierig oder fühlen uns belebt. Emotionen erleben wir rund um die Uhr alltäglich in unterschiedlicher Intensität. Dazu gehören auch die Entscheidungen, ob wir ein Produkt oder eine Marke als attraktiv und sinnvoll betrachten und bewerten. Diese Entscheidungen erfolgen oftmals innerhalb weniger Sekunden. Wenn man als Designer den emotionalen Mehrwert in der Gestaltung mit einbezieht, werden die Leute das Produkt oder die Marke eher als gelungen, anziehend oder sinnvoll betrachten als wenn man die emotionale Wirkung außer Acht lässt. Gegenseitige Emotionen können natürlich ebenso geweckt werden und der Betrachter empfindet ein Produkt als eben unnütz oder weniger schön. Hier spielt die Einbeziehung der Zielgruppe während der Gestaltung eine entsprechende Rolle. Es muss das spezielle Detail gefunden werden, das die Emotionen der Zielgruppe binnen Sekunden weckt. Jede Gestaltung sendet Botschaften. Letztendlich sind es die Gefühle, die darüber entscheiden, ob eine Marke oder ein Produkt auch in Zukunft Bestand hat und erfolgreich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. 

EMOTIONALES DESIGN IST LANGLEBIG

 

Ziel des Designs eines Produkts oder einer Marke muss es daher immer sein, neben dem funktionalen Nutzen auch den emotionalen Mehrwert mit einzubeziehen. Emotionen sind der Schlüsselfaktor. Ein gelungenes Design ist damit weit mehr als ein Logo oder eine Visitenkarte. Es stärkt die Marke nach innen und nach außen, visualisiert die Identität des Unternehmens oder der Marke und bildet die Grundlage für eine persönliche Verbindung mit Partnern und Zielgruppe. Funktion und Emotion spielen sich nicht gegenseitig aus, sondern gehen Hand in Hand und bereichern sich gegenseitig. Das Design hat damit langfristig Bestand. Es wird nachhaltig.  

 

IST GUTES DESIGN SUBJEKTIV?

 

Hier streiten sich die Geister. Da aber ein gutes Design auf vielen Grundlagen aufbaut, sich Regeln unterzieht wie beispielsweise dem goldenen Schnitt, die richtige Lesbarkeit, dem Einfluss von Farben und Formen – ganz unabhängig einer persönlichen Empfindung – kann gutes Design nicht nur rein subjektiv sein. Es baut auf Funktionalität und Form auf und geht dann darüber hinaus, in dem es eine emotionale Bindung zum Benutzer herstellt und eine emotionale Wirkung herbeizuführen. Des Weiteren wird nicht nach rein persönlichem Geschmack gestaltet, sondern auf Basis dessen, was Auftraggeber und Designer miteinander erarbeiten.